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Hurt

ich möchte hier einmal über meine beziehung und erfahrung zum Nine Inch Nails song "Hurt" berichten.


kurze vorgeschichte: als ich vor 5~6 von meiner freundin Marina NIN vorgestellt wurde war ich relativ schnell hin und weg, weil ich merkte dass diese musik so ziehmlich dem entsprach wie ich musik immer haben wollte. die band an sich wurde auch schnell zu einem knotenpunkt in der beziehung zwischen Marina und mir, was zu starken zusätzlichen emotionalen aspekten führte, die sich für mich mit der musik von Trent Reznor verknüpften. kurzum: NIN wurde für mich besonders wichtig in vielerlei hinsicht.

der song Hurt schaffte dann etwas was ich selten so intensiv erfuhr: er traf mich von anfang an auf einer emotinalen ebene, die mich sehr berührte. ich konnte mich gut mit dem textinhalt identifizieren zu der zeit, der sound selbst war absolut perfekt traurig und der aufbau war genial. das begriff ich schnell, und auch wie viel wert der song für mich haben würde. er brachte mich zum weinen, einfach so.
und ich wollte nicht dass sich das ändert.

also beschloss ich eine art experiment.
je öfter man einen song hört, umso mehr gewöhnt man sich an ihn und die beziehung die man zu ihm hat stumpft ab (ist wie bei menschen..). also um den wert von Hurt nicht zu mindern beschloss ich ihn regelrecht zu vergöttern. und hörte ihn einfach nicht mehr.
von dem zeitpunkt an hörte ich vielleicht einmal im jahr diesen song. wenn ich es halt brauchte, aber sonst nicht. sollte er irgendwie fern meiner gewalt auftauchen, so ging ich ihm aus den weg.

und wie sich herausstellen sollte, funktionierte es mehr als nur gut. ich behielt meine beziehung zu dem song, und der nachricht die er vermittelte, die emotionale bindung zu Marina, das gefühl dass er von natur aus erzeugte - alles blieb erhalten. und war sogar verstärkt.
es war als wenn ein kind sich zu weihnachten hin vor vorfreude nicht halten kann, aber angst davor hat was nach weihnachten sein würde, also zögert es weihnachten hinaus.


und neulich beim NIN konzert in Düsseldorf sollte es endlich passieren, dass ich mich dem song stellte. auf eine sehr extreme art und weise.

ich weiss nicht recht warum, aber ich hatte den song nicht in der tracklist erwartet. wahrscheinlich, weil ich ihn solang verdrängte.
und dann war es so weit, letzter song: Hurt.
und wie eine tsunami überkamen mich schlagartig all die gefühle von damals und alles was sich seit dem angestaut hatte. und alles stimmte. sogar Marina war dabei, gottseidank. (ich bin so froh, dass ich sie überreden konnte mit mir zum konzert zu gehen).

und ich bekam einen echten heulkrampf.
erwartet habe ich sowas nun wirklich nicht, es traf mich unvorbereitet.
nun stand ich da im konzert, total erschöpft von den letzten 2 stunden und eine flut verschiedenster, intensiver gefühle brach üßber mich hinein. ich ergriff mir Marina, umarmte sie und heulte einfach vor mich hin und alles um mich herum war dieser eine song: Hurt.



es war perfekt. der song ist perfekt.
intensiver kann musik doch gar nicht werden.
oder doch? kann man sowas überhaupt ertragen?

ein toller moment, den werde ich immer im herzen tragen, als beweis dafür wie sehr man doch lebt. der mensch erfährt solch intensives 'leben' nur eine handvoll von momenten in seinem leben.
27.7.09 11:51
 


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